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Verkehrsbilanz 2020 Kreis Höxter

Präsentation Verkehrsbericht 2020
Verkehrsbilanz 2020 Kreis Höxter
Mit 3.695 Verkehrsunfällen im Jahr 2020 registrierte die Kreispolizeibehörde Höxter die niedrigste Zahl an Verkehrsunfällen seit mindestens zehn Jahren. Das geht aus dem neuen Verkehrsbericht 2020 hervor, den die Kreispolizeibehörde vorstellte.
Von Jörg Niggemann

Mit 3.695 Verkehrsunfällen im Jahr 2020 registrierte die Kreispolizeibehörde Höxter die niedrigste Zahl an Verkehrsunfällen seit mindestens zehn Jahren. Das geht aus dem neuen Verkehrsbericht 2020 hervor, den die Kreispolizeibehörde am Mittwoch öffentlich vorstellte.

„An dem Rückgang der Unfallzahlen hat das allgemein gesunkene Verkehrsaufkommen durch die Lockdown-Phasen im Frühjahr und Herbst sicherlich einen bedeutenden Anteil“, so das Fazit von Behördenleiter Landrat Michael Stickeln bei der Präsentation. „Mit Sorge betrachten wir allerdings die steigende Tendenz bei den Unfällen mit schweren oder gar tödlichen Folgen.“

So sind im Jahr 2020 sechs Verkehrstote zu beklagen gewesen, einer mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten sank nur leicht von 169 im Jahr 2019 auf 155. Einen deutlichen Rückgang gab es jedoch bei den Leichtverletzten: Mit 299 sind es 79 weniger als im Jahr zuvor.

Ebenfalls auffällig in der Jahresbilanz: Die Zahl der Pedelec-Fahrer, die bei einem Unfall im Kreis Höxter verletzt wurden, hat sich im Jahr 2020 von 17 auf 34 verdoppelt. „Das steht in direktem Zusammenhang mit dem gestiegenen Anteil an Pedelecs im Straßenverkehr“, erläutert Norbert Lammers, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Höxter. Entsprechend gilt seine Empfehlung, als Radfahrer grundsätzlich einen Helm zu tragen. Dieser könne im Falle eines Sturzes schlimmere Folgen, zum Beispiel schwere Kopfverletzungen, vermeiden.

Durch gezielte Verkehrsüberwachung und verstärkte Präventionsmaßnahmen, die durch die Corona-Einschränkungen im abgelaufenen Jahr nicht in dem gewohnten Umfang stattfinden konnten, sollen die Anzahl der Verkehrsunfälle weiter gesenkt und vor allem schwere Unfallfolgen verhindert werden.

Ein besonderes Augenmerk will die Polizei einerseits auf überhöhte Geschwindigkeiten außerhalb geschlossener Ortschaften legen, und andererseits auf Ablenkung am Steuer durch elektronische Geräte achten. Direktionsleiter Lammers: „Es wäre zu wünschen, dass sich der allgemeine Rückgang der Unfallzahlen auch nach der Corona-Phase weiter fortsetzt. Jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten.“ 

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